Streuobstgenussschein
Das Biodiversitätszertifikat für Streuobstwiesen
Der Streuobstgenussschein ist das Ökowertpapier aus Mecklenburg-Vorpommern, mit dem jeder einen Beitrag zum Erhalt von Streuobstwiesen leisten kann. Streuobstwiesen sind wichtige Kulturlandschaften und insbesondere alte Streuobstbestände fördern die Biodiversität. Der Kauf von Streuobstgenussscheinen unterstützt die Neuanpflanzung und Pflege von Streuobstbäumen und die Revitalisierung von Altbeständen.
Außerdem werden durch Streuobstgenussscheinprojekte ökologische Alternativen zum Plantagenobstanbau mit Niederstämmen sichtbar und im Rahmen von Umweltbildungsprojekten oder Streuobstgenussscheintagen für eine breite und interessierte Öffentlichkeit erlebbar.
Artenvielfalt von Streuobstwiesen
Streuobstwiesen sind Kulturlandschaften
Der Obstbau stammt ursprünglich aus dem Orient und wurde in Europa durch die antiken Griechen und Römer entwickelt. Klöster und Fürstenhöfe förderten den Obstbau im Mittelalter. Aufgrund von Platzmangel in den Städten wurden Obstgärten um die Städte herum und im ländlichen Raum angelegt. Der Obstbau blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein schwierig und diente hauptsächlich der Selbstversorgung. Im 19. und 20. Jahrhundert erreichte der Streuobstwiesenanbau seinen Höhepunkt. Heute sind Streuobstbestände vielerorts in einem schlechtem Zustand. Obwohl sie wichtige Kulturlandschaften sind und einen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität leisten, besteht die Gefahr, dass alte Streuobstbestände zunehmend verschwinden. Daher hat der Streuobstgenussschein das Ziel Streuobstwiesen zu fördern.

Was wurde unternommen
Die Wasserstandanhebungen werden über folgenden Maßnahmen geplant
Rückbau des Schöpfwerkes
Rückbau des Staubauwerkes
ca. 25 punktuelle Grabenverschlüsse aus anstehendem, degradierten Torf
Vielfalt und Lebensraum
Auf Streuobstwiesen wachsen eine Vielzahl von Obstbäumen, darunter Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäume in unterschiedlichen Altersstufen. Sie werden nicht intensiv gepflegt und sind oft verstreut angeordnet. Oftmals dienen die Wiesen unter den Bäumen als Weideflächen für Schafe. Die Bäume haben einen recht großen Abstand zueinander verglichen mit Obstplantagen. Die Streuobstbäume erreichen eine Stammhöhe von mehr als 1,60 m und haben eine lange Ertragszeit von über 50 Jahren. Ökologisch besonders wertvoll sind Altbestände älter als 40 Jahre.
Streuobstwiesen sind wichtig für den Erhalt alter Obstsorten. Rund 1.200 Apfel-, 1.000 Birnen- und 320 Zwetschgensorten gibt es. Das ist eine enorme Vielfalt, wenn man bedenkt, dass im Supermarkt immer nur die gleichen vier Apfelsorten im Angebot sind.

Hintergrund
Ansprechpartnerin
Birte Kuhnert
Projektmitarbeiterin
B.Kuhnert@lm.mv-regierung.de
0385-588 16275
Projektträger
Landgesellschaft MV
Lindenallee 2A
19067 Leezen