Die Wiedervernässung von Mooren mit Hilfe von MoorFutures vermindert den Ausstoß an Treibhausgasen erheblich. Denn durch MoorFutures-Projekte werden die Entwässerungssysteme zurückgebaut und die Wasserrückhaltung und damit der Grundwasserspiegel steigt in Folge wieder an. Weil das Wasser nun den Torfkörper umschließt, wird der Torfschwund erheblich verlangsamt oder sogar gestoppt. Gleichzeitig werden die Treibhausgasemissionen massiv verringert.

Die Wiedervernässung von Mooren mit Hilfe von MoorFutures vermindert den Ausstoß an Treibhausgasen erheblich. Denn durch MoorFutures-Projekte werden die Entwässerungssysteme zurückgebaut und die Wasserrückhaltung und damit der Grundwasserspiegel steigt in Folge wieder an. Weil das Wasser nun den Torfkörper umschließt, wird der Torfschwund erheblich verlangsamt oder sogar gestoppt. Gleichzeitig werden die Treibhausgasemissionen massiv verringert.

Wenn wir von Mooren sprechen, dann sprechen wir von Flächen, die eine Torfauflage von min. 30 cm besitzen. Torf ist nicht zersetztes organisches Material, vorrangig von Pflanzen. Moor ist dabei jedoch nicht gleich Moor: Es gibt viele verschieden Moortypen. In Mecklenburg-Vorpommern sind Niedermoore typisch.

Weil Gräben und Pumpen Niederschagswasser ableiten und damit den Grundwasserspiegel absenken, gelangt Luft an den Torf, den Boden. Aufgrunddessen kann der Torf nun durch Mikroorganismen abgebaut werden. Folglich findet der Torfschwund schneller statt als die Torfbildung. Da die mikrobielle Zersetzung von organischen Material stattfindet, emittiert das Moor Treibhausgase, vor allem Kohlendioxid: Aus dem Kohlenstoffspeicher wird eine Treibhausgasquelle.

Viele landwirtschaftliche Kulturen wachsen am besten auf mineralischen (trockenen) Böden. Um die Böden von Mooren für die landwirtschaftliche Nutzung anzupassen, wurden viele Moore in der Vergangenheit entwässert. Nicht weitläufig bekannt war damals, dass entwässerte Moore Treibhausgase ausstoßen.
Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels und des Rückgangs der Artenvielfalt, ist es heute umso wichtiger die Landnutzung den natürlichen Voraussetzungen anzupassen. Dazu gehört, dass Moore in ihrer Funktion wiederhergestellt werden und dadurch u.a. zum Wasserrückhalt in der Landschaft beitragen. Nasse Moore haben für die Artenvielfalt eine hohe Bedeutung, so dass für einige mit MoorFutures finanzierte Moore eine Nutzungsaufgabe eine gute Lösung ist. Für andere Moore kann die Nutzung des Moores auf eine nasse Nutzung (Paludikultur) umgestellt werden. In beiden Fällen gewinnt das Klima und die Biodiversität!

Die MoorFutures sind ein länderübergreifendes Projekt, welches in allen norddeutschen Bundesländern, d.h. Schleswig-Holstein, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit Partnern umgesetzt wird. Allen gemein ist, dass sie die Marke MoorFutures für ihre Projekte nutzen dürfen und damit den Standard und die Methodologie der MoorFutures anwenden. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist die Markenrechtsinhaberin. Außerdem sind für jedes Bundesland Personen und Universitäten im Wissenschaftlichen Beirat und in der Projektarbeitsgruppe der MoorFuturs vertreten.

Die wissenschaftliche Integrität des MoorFutures-Standards und die Treibhausgasbilanzierung von Mooren sind valide abgesichert. Monitoring und Qualitätsprüfung werden via „peer review“-Verfahren durch den wissenschaftlichen Beirat gewährleistet. Der MoorFutures-Standard garantiert damit Qualität und Vertrauenswürdigkeit der Marke und des Prozesses – sowohl für Förderer, als auch für geförderte MoorFutures-Projekte.

Die MoorFutures-Projekte werden durch einen wissenschaftlichen Beirat mit Fachleuten der

  • Universität Greifswald
  • Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Universität Osnabrück

Eine länderübergreifende Projektarbeitsgruppe fördert den Austausch zu Projektumsetzungen und die Weiterentwicklung der Marke MoorFutures. Inhaber der Markenrechte ist das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Ländliche Räume und Umwelt, Mecklenburg-Vorpommern.

Die Projektumsetzung vor Ort sowie der Verkauf von MoorFutures erfolgt durch vertraglich festgelegte Partnerinstitutionen in den MoorFutures-Ländern. In den MoorFutures-Ländern sind dies:

  • Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Ländliche Räume und Umwelt, Mecklenburg-Vorpommern
  • Flächenagentur Brandenburg GmbH
  • Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH
  • Landesforst Niedersachsen.

Klimaschutzleistung
Biodiversität
Wasserhaushalt
Gewässerqualität
Verdunstungskühlung
Gefördert wird:Wiedervernässung von Mooren je t CO2-Äq
Haupt- Ökosystemleistung:Emissionsminderung von Treibhausgasen aus Mooren
Biodiversität:ja
Standard:MoorFutures-Standard
Stückpreis:Projektbezogen
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